Kunstkreis Neuburg an der Donau e.V.

Über den Tellerrand

  • Hier finden Sie Hinweise über sehenswerte Ausstellungen anderer regionaler und überregionaler Organisationen.
 
 
Wachsen und Vergehen.
Sieglinde Bottesch - Bernard Schultze
Kunstforum Ostdeutsche Galerie
Regensburg
Di - So 10 - 17 Uhr, Do 10 - 20 Uhr
Bis 8. Januar 2023
Am 04.12. wird von 11 - 12 Uhr eine Führung mit der Künstlerin S. Bottesch
unter dem Thema "Bilder als Rätsel des Daseins" angeboten.
Weitere Infos unter www.kunstforum.de
 
Zur Ausstellung schreibt der Donaukurier vom 10.10.2022, Nr. 233, S.14):
"Im Kunstforum Ostdeutsche Galerie (KOG) ist eine Vitrine mit denkbar unspektakulären Objekten zu sehen: Reste von vertrocknetem Lauch und Zwiebel, Teile von Obst, die entfernt an ihr einstiges Dasein als Birne und Apfel erinnern. 'Früchte und Gemüse, 10 bis 20 Jahre alt, Sammlung der Künstlerin' steht dabei. Doch in dieser Vitrine steckt vieles, was die Kunst von Sieglinde Bottesch ausmacht. Die Künstlerin ... findet ihre Inspiration in der Natur. Ihr Blick für Oberflächen, Strukturen, Schichtungen und verschiedene Stadien von Wachstum und Zerfall prägt das vielseitige und vieldeutige Werk. ...
Die Ausstellung 'Wachsen und Vergehen' stellt zwei auf den ersten Blick ganz unterschiedliche Positionen gegenüber: Gemälde, Radierungen und Plastiken des 2005 verstorbenen Malers Bernard Schultze treten in Dialog mit Botteschs Objektkunst und Zeichnungen. Während Botteschs Arbeiten in den Farben der Natur gehalten sind und in sich ruhend wirken, zeigen sich jene von Schultze, bekannter Vertreter des Informel, farbig und expressiv. ...
                                                            Bottesch arbeitet häufig mit Naturmaterialien wie Wolle, Gras oder Rinde. Ihre Werke wirken oft zart und verletzlich. ... Bottesch lobt die Ausstellung im KOG: 'Meine Arbeiten sind eher still, seine eher dramatisch. Die Gegenüberstellung betont die Eigenart noch besser."
 
 
BLICK FANG
Aktuelle Kunst im Allgäu
Ausstellung zum Thema Verbotenes Terrain
Kunsthaus 
Kaufbeuren
Di - So u. Fei 10 - 17 Uhr
Bis 1. Januar 2023
Bilder zur Ausstellung und Führungen unter www.kunsthaus-kaufbeuren.de
 
Auszug aus dem Flyer des Kunsthauses Kaufbeuren zur Ausstellung:
"Unter dem mittlerweile etablierten Titel BLICK FANG wird das Kunsthaus Kaufbeuren bereits zum fünften Mal zu einer Plattform für die Präsentation herausragender Positionen der Gegenwartskunst. Kunstschaffende aus ganz Deutschland waren aufgerufen, sich zu bewerben und sich bei einem Teil der eingereichten Werke mit dem Begriff 'Verbotenes Terrain' auseinanderzusetzten. Um die durchgängig hohe Qualität der ausgestellten Kunstwerke zu gewährleisten, entschied eine Fachjury über die Teilnahme an der Ausstellung. Aus knapp 400 Bewerbungen wurden insgesamt 35 Künstler:innen ausgewählt, die insgesamt rund 140 Werke der Malerei, Bildhauerei, Zeichnung und Druckgrafik präsentieren."
 

74. Große Schwäbische Kunstausstellung
Glaspalast
Augsburg
Di - So 10-17 Uhr
Bis 8. Januar
 
 
Mit "Kunst zum Überleben und Überdenken" ist der Bericht zur Schwäbischen Kunstausstellung in der Donauwörther Zeitung vom 26.11.2022 betitelt:
"... Ist das die feine Auslese an Kunst aus Schwaben? Eine Leistungsschau? Ja, auch. Aber vor allem legen die Organisatoren Wert auf eine Auswahl in Vielfalt. 'Das ist ein Querschnitt des künstlerischen Schaffens im Bezirk Schwaben', erklärt Norbert Kiening, Vorsitzender des Berufsverband Bildender Künstler (BBK) Schwaben Nord und Augsburg. 'Man sieht hier nur die Spitze des Eisbergs.' Aber auch bei der 74. Ausgabe finden zig Kunstformen ihren Raum.
Wer in die beiden Kojen der Halle blickt sieht Videos, die Beamer an die Wände leuchten. Und manche Video-Installation blickt zurück, und dem Betrachter ins Auge. Erika Kassnel-Henneberg hat Gesichter mit Künstlicher Intelligenz erschaffen. Kinder, die mit den Augen kullern, harmlose Wie-du-und-ich-Typen, die mit den Brauen runzeln. Aber es sind digitale Phantome, Figuren von Computern berechnet. Fragen treiben die Künstlerin um: 'Kennt uns die KI bald besser als wir sie? Müssen wir uns davor fürchten?'
Skulpturen nehmen ihren Platz in der Halle ein: Pechschwarze, federleichte Kunststoffnetze hat Gertraud von Winckler Schicht um Schicht gestapelt ... zu einem großen Block. Sie erklärt: 'Wir selbst befinden uns als ein Teil der Natur, die vom Kosmos bis zum allerkleinsten Baustein reicht, in einem riesengroßen Beziehungsgeflecht.' ...
Was die Pandemie in Seelen bewirkt hat, versucht Ting Tan-Mayershofer in ein Gemälde zu fassen. In ein Bild der Erleichterung. Zwei Figuren mit Körpern aus roten Blättern begegnen sich auf einer Blühwiese, ein Hauch von Dali, vor einem Himmel in Klimt-Gold. Der Titel des Werks: 'Eine prächtige Antwort' - auf all die Ängste. ..."
 
 
Etel Adnan
Lenbachhaus
München
Di - So u. Fei  10-18 Uhr
Do                  10-20 Uhr
Bis 26. Februar
 
 
"Wunder des Alltags" lautet die Überschrift zur Ausstellung in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 27.11.2022, Nr.47, S. 40:
"Viele Künstlerinnen haben erst spät im Leben Erfolg, wie auch die Malerin Etel Adnan. ...
... sie war deutlich über achtzig Jahre alt, als sie ihre Werke endlich einer großen Öffentlichkeit vorstellte, in Kassel auf der documenta 13 im Jahr 2012. Allerdings handelte es sich streng genommen um eine zweite Karriere. Bevor Adnan als Künstlerin berühmt wurde, war sie als Schriftstellerin bekannt. ... Im Jahr 1959 - Etel Adnan ist 34 Jahre alt - entdeckte sie das Malen für sich. ...
Die Anfänge waren improvisiert. Adnan malte auf Musterstücken von Leinwänden und auf Stoffresten, ganz gleich, welcher Größe und Form. Statt gepinselt wurde von Anfang an gespachtelt, beherzt und ohne Zögern, ohne Kunststudium und ohne Ausbildung. Das Ergebnis haute eine Kollegin am College um. Die Kunstdozentin Ann O'Hanlon fand bereits Adnans frühe Werke 'perfekt'. Sie stellte ihren Unterricht auf den Kopf und lehrte Formen des Wahrnehmens, statt Kurse über Techniken zu geben. 'Jeder kann das lernen', war O'Hanlons Überzeugung. ...
 
Adnan liebt das Alltägliche für die Wunder, die sich darin einstellen. ... Wolken, denen man zutraut, dass sie wiederkommen, kann man in den Gemälden der umfangreichen Ausstellung 'Etel Adnan' im Lenbachhaus entdecken. Sie schweben rot über der Spitze von Tamalpais, einem kalifornischen Berg, den Adnan immer wieder malte. Sie ziehen einen blauen ausfransenden Streifen auf rotem Grund, als würden sie der Sonne entgegeneilen, die auf so vielen Bildern von Adnan auftaucht. 'Im Malen drückt sich meine glückliche Seite aus, jene, die mit dem Universum eins ist', schrieb Adnan einmal.
Das Glück hat bei ihr häufig ein sehr kleines Format, und wer die Münchener Ausstellung durchläuft, kann es von Bild zu Bild zusammensetzten. Menschen gibt es nicht in Adnans Werken, nur Formen und Farben, Ansichten, die von oben, seitlich oder auf dem Bauch liegend gemalt sein könnten. Jedes Bkild ist wie das heitere Protokoll eines Versuchs, sich mit der Welt in Verbindung zu setzen, sie nicht vorbeiziehen zu lassen, Teil von ihr zu werden. ..."
 
 
Aneta Kajzer - Fließende Wesen
Hans Jürgen Kallmann - Köpfe der Bundesrepublik
Kallmann-Museum
Ismaning
Di - Sa  14:30-17 Uhr
So         13-17 Uhr
Beide Ausstellungen bis 29. Januar
 
 
Mit "Nicht von dieser Welt" und "Das Kallmann-Museum in Ismaning zeigt eine Retrospektive mit Werken von Aneta Kajzer"leitet der Donaukurier vom 18.11.2022 seinen Bericht zur Ausstellung ein:
" ... Nun hat die in Würzburg aufgewachsene Kajzer, die in Mainz studierte, den gut dotierten Kallmann-Preis 2022 erhalten, der mit einem (im Werden begriffenen) Katalog und dieser Ausstellung verbunden ist. Erstmals wurde eine Malerin mit dem jungen Preis ausgezeichnet, der sich dieses Mal dem Thema Portrait widmet. ...
Konkrete Personen darzustellen - und wie Kallmann mit ihren markant-charakteristischen Gesichtszügen und Merkmalen abzubilden - ist nicht Kajzers Ziel. Sie schafft Projektionsflächen unserer Assoziationen und Gefühle. Auch ihre Mal-Methode ist interessant: Sie arbeitet nicht an der Staffelei sondern auf dem Boden - und weiß am Anfang keinesfalls wie das Bild aussehen wird. Sie macht sich keine Vorstellung und keine Vorzeichungen. Ausgehend von den verwendeten Farben und dem Format der Leinwand lässt sie sich solange treiben bis die ersten Anzeichen von Gegenständlichkeit sichtbar werden. ...
Die Lust am Ungewissen, das Spiel mit dem Rätselhaften ist den Bildern anzusehen - und macht wahrscheinlich auch ihren besonderen Reiz aus."